
Benefiz-Symposium zugunsten der Domicilium Hospiz-Gemeinschaft | im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Domicilium


Jedes Jahr veranstaltet die Domicilium Akademie ein Symposium, um die Hospizarbeit zu unterstützen. Ein wichtiger Aspekt in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen ist die ethische und spirituelle Haltung. Das Symposium „Nähe wagen“ möchte sich den Themen Intimität und Offenheit, Verletzlichkeit und Mitmenschlichkeit, ethische Verantwortung und spirituelle Dimension nähern. Referentinnen und Referenten geben in diesem Spannungsfeld zwischen Nähe und Verletzlichkeit Anregungen für persönliches Wachstum wie auch für die tägliche Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen.
Das Symposium ist offen für alle Interessierte.
Die Kursgebühr enthält ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen.
Dieses Symposium ist Teil unserer Palliativ-Spirituellen Fortbildung 2024-2026, kann jedoch auch einzeln gebucht werden. Informationen zur Palliativ-Spirituellen Fortbildung
Gleichzeitig ist dieses Symposium der Auftakt zu unserem Jubiläumsprogramm: 20 Jahre Domicilium Akademie und 40 Jahre Stiftung Domicilium e.V.
Symposiumsprogramm
9:30 Uhr – Musik, Begrüßung und Einführung
9:45 Uhr – Vortrag und Austausch „Intimität und Offenheit – Über die Zerbrechlichkeit gelebter Nähe“ mit Martina Kern
11:15 Uhr – Pause
11:30 Uhr – Vortrag und Austausch „Die Endlichkeit des Lebens – Verletzlichkeit als Ressource ethischer Verantwortung“ mit Prof. Dr. med. Giovanni Maio
13:00 Uhr – Mittagspause
14:30 Uhr – angeleitete Arbeitsgruppen zu den Symposiumsthemen
16:00 Uhr – Podiumsdiskussion: „Verletzlichkeit als Kraft der Transformation“
17:15 Uhr – Abschlussrunde und Ausblick
Moderation: Prof. Dr. Michael von Brück
Vortragsthemen
Martina Kern
Intimität und Offenheit – Über die Zerbrechlichkeit gelebter Nähe
„Wie sehe ich denn aus?“ „Bin ich noch attraktiv?“ „Ich möchte nicht, dass mich jemand so sieht!“ Diese und ähnliche Aussagen weisen auf die Zerbrechlichkeit gelebter Nähe bei schwerstkranken und sterbenden Menschen hin. Wie mit diesen Aussagen umgehen? Wünsche nach Intimität, Fragen zu Sexualität, der Einfluss von Körperbildveränderungen auf Beziehungen werden von Begleitenden häufig ausgeblendet und nicht thematisiert. Es fehlen oft die Worte auf allen Seiten: bei Betroffenen, An- und Zugehörigen und Begleitenden. Hilflosigkeit, Scham und Scheu herrschen vor. Einsamkeit, Entfremdung vom eigenen Körper, vom Partner/der Partnerin können die Folge sein. Der Vortrag möchte sensibilisieren für die Situationen und Fragestellungen rund um das Thema Intimität, Körperbildveränderungen, Nähe und Distanz und anhand von Beispielen aus der täglichen Praxis Hilfestellung geben, den Fragen und Wünschen von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen sicherer zu begegnen.
Prof. Dr. med. Giovanni Maio
Die Endlichkeit des Lebens – Verletzlichkeit als Ressource ethischer Verantwortung
Der moderne Mensch neigt dazu, die eigene Verletzlichkeit und Angewiesenheit als Makel zu sehen, den man zu beheben hat. Dabei übersieht er, dass die Verletzlichkeit das ist, was alle Menschen miteinander teilen. Sie ist eine Ressource, die dem Menschen Entwicklung und Entfaltung ermöglicht, sofern man die Verletzlichkeit als Appell zur Behutsamkeit und Rücksichtnahme versteht. Es ist wichtig, eine neue Perspektive auf den Menschen zu richten. Wer den Menschen als von Grund auf unangewiesen und autark betrachtet, wird ihn in seiner vermeintlichen Autarkie alleine lassen. Wer aber den Menschen als grundsätzlich angewiesenes und verletzliches Wesen ansieht, wird sich darum kümmern, dass sich eine Sorgekultur entwickelt, die dafür da ist, das grundsätzlich verletzliche Wesen dort mit Unterstützung zu versehen, wo die Verletzlichkeit zur Bedrohung geworden ist – und das ist gerade in der Konfrontation mit Krankheit und Leid in besonderer Weise der Fall.

Martina Kern ist eine der Pionierinnen der Palliativversorgung in Deutschland und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.
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Giovanni Maio ist Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.
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Michael von Brück ist Professor em. für Religionswissenschaft sowie Zen- und Yoga-Lehrer. Seine Themenschwerpunkte sind Buddhismus, Hinduismus und interkultureller Dialog. Er ist Rektor und spiritueller Leiter der Domicilium Akademie.
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Südlich von München, nördlich der Alpen: Das Domicilium in Weyarn liegt am wunderschönen Hochufer der Mangfall in Süddeutschland nahe München, Rosenheim und Holzkirchen. In unseren Meditations- und Bildungsangeboten können Sie den Einklang von innerer Einkehr und äußeren Wegen erfahren.
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