
Schreibwerkstatt zum 100. Todestag Rainer Maria Rilkes
Für Schülerinnen/Schüler und Studierende beträgt die Kursgebühr nur 5€. Bei der Buchung bitte im Mitteilungsfeld angeben.


Rilkes Gedenktag gibt uns Gelegenheit, diesem Meister der Sprache nachzuspüren und von ihm zu lernen. Wie kaum ein anderer Dichter beobachtet er genau, formt einen Stil, der diese Beobachtung noch verschärft, und kann durch Variationen im Detail die Intensität von Erkenntnis und Gefühlsausdruck erhöhen. Sprache drückt nicht nur aus, was ist, sondern sie formt das, was wir sehen. Ausdruck durch Sprache bewirkt neue Eindrücke. Dadurch wird unser Gefühlsleben reicher, sowohl im Umgang mit uns selbst als auch in der Mitteilung gegenüber anderen. Und so entsteht größere Freude, ein intensiveres Lebendigsein.
Vor hundert Jahren ist Rainer Maria Rilke gestorben – aber seine Bilder, Rhythmen und Reime sprechen in unverkennbarer Weise weiter zu uns. Da wäre etwa der Panther aus Rilkes gleichnamigen Gedicht: Er hört nicht auf, seine Runden durch einen Käfig im Jardin des Plantes in Paris zu drehen und uns mit leisen Schritten in den Bann seiner Endlichkeit zu ziehen. Oder die Hortensie, die uns aus der Jahrhunderttiefe wieder und wieder in ihrem sich „verneuenden Blau“ entgegenleuchtet – hinein auch noch in unsere verwaschendsten Augenblicke. Bei aller Sprachkunst bleibt Rilke leise gegenüber Pflanzen, Tieren und Dingen – die so „dem Ewigen entgegenschweigen“.
Jan Snela, selbst Schriftsteller, wird uns anhand eigener Erfahrungen und durch einige Gedichte Rilkes ins Schreiben einführen, wobei wir unsere je eigenen Möglichkeiten kennenlernen und ihren Ausdruck im Schreiben verfeinern können. Der Workshop bietet Interessierten die Gelegenheit, sich spielerisch ausprobierend der horchenden Stimme Rilkes anzunähern – mit Spaß an der Sprache und Freude am Wahrnehmen, Formulieren. Mitzubringen sind Schreibutensilien (digital oder analog) und ein Gegenstand, zum Beispiel ein Stein, Wecker, eine Zimmerpflanze.
Eine Ausstellung der Künstlerin Antje Tesche-Mentzen wird an diesem Tag das Thema begleiten. Antje Tesche-Mentzen ist eine deutsche Malerin und Bildhauerin. Ihr facettenreiches Werk beschäftigt sich hauptsächlich mit Themen der Literatur, Musik, Natur und Mythologie und umfasst Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Mosaike, Glasarbeiten sowie Keramik- und lebensgroße Bronzeskulpturen, die sie in renommierten internationalen Ausstellungen, z.B. Biennale Venedig, Peking, New York und Paris, präsentiert. Weitere Informationen: antje-tesche-mentzen.de
Rabatt für Schülerinnen/Schüler und Studierende
Kursgebühr: 5 €
Bei der Buchung bitte im Feld „Persönliche Mitteilung an uns“ angeben.
Jan Snela schreibt Gedichte, Essays, Hörstücke und Prosatexte, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Er ist seit vielen Jahren Zen-Schüler von Migaku Sato Rôshi.
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Stille, Meditation und Spiritualität vor den Toren Münchens: Nur 30 Minuten südlich von München, im idyllischen Mangfalltal, liegt das Domicilium in Weyarn – ein einzigartiger Ort, um der Seele eine Auszeit im Hier und Jetzt zu gönnen. Im Herzen Oberbayerns bietet dieser Ort einen Raum für Zen-Meditation, interspirituelle Begegnung und Persönlichkeitsbildung.
Stiftung Domicilium e.V.
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