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Symposien
Leben und Sterben als gleichwertiger Teil des Lebens. Seit 2001 veranstaltet das Domicilium jedes Jahr ein Symposium, das die interreligiöse Vielfalt in der Palliativ- und Hospizarbeit beleuchtet und die Entwicklung einer kultursensiblen Haltung fördert.
Interessierte, Förderer, Helfer, als auch direkt und indirekt Betroffene besuchen jährlich unser Symposium, um ein breites Spekturm an Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Meditationen zu erleben.

„Nähe wagen – Verletzlichkeit und Mitmenschlichkeit“ ist der Titel des Benefiz-Symposiums am 31. Januar 2026 zugunsten der Domicilium Hospiz-Gemeinschaft im Kontext des 40-jährigen Jubiläums der Stiftung Domicilium e.V.
Jedes Jahr veranstaltet die Domicilium Akademie ein Symposium, um die Hospizarbeit zu unterstützen. Ein wichtiger Aspekt in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen ist die ethische und spirituelle Haltung. Das Symposium „Nähe wagen“ möchte sich den Themen Intimität und Offenheit, Verletzlichkeit und Mitmenschlichkeit, ethische Verantwortung und spirituelle Dimension nähern. Renommierte Referentinnen und Referenten geben in diesem Spannungsfeld zwischen Nähe und Verletzlichkeit Anregungen für persönliches Wachstum wie auch für die tägliche Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen.
Themen der Vorträge und Arbeitsgruppen sind:
Martina Kern
Gesundheits- und Pflegefachkraft, Pionierin der Palliativarbeit in Deutschland, DGP-Ehrenmitglied
„Intimität und Offenheit – Über die Zerbrechlichkeit gelebter Nähe“
„Wie sehe ich denn aus?“ „Bin ich noch attraktiv?“ „Ich möchte nicht, dass mich jemand so sieht!“ Diese und ähnliche Aussagen weisen auf die Zerbrechlichkeit gelebter Nähe bei schwerstkranken und sterbenden Menschen hin. Wie mit diesen Aussagen umgehen? Wünsche nach Intimität, Fragen zu Sexualität, der Einfluss von Körperbildveränderungen auf Beziehungen werden von Begleitenden häufig ausgeblendet und nicht thematisiert. Es fehlen oft die Worte auf allen Seiten: bei Betroffenen, An- und Zugehörigen und Begleitenden. Hilflosigkeit, Scham und Scheu herrschen vor. Einsamkeit, Entfremdung vom eigenen Körper, vom Partner/der Partnerin können die Folge sein. Der Vortrag möchte sensibilisieren für die Situationen und Fragestellungen rund um das Thema Intimität, Körperbildveränderungen, Nähe und Distanz und anhand von Beispielen aus der täglichen Praxis Hilfestellung geben, den Fragen und Wünschen von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen sicherer zu begegnen.
Prof. Dr. med. Giovanni Maio
Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Medizinethik an der Universität Freiburg
„Die Endlichkeit des Lebens – Verletzlichkeit als Ressource ethischer Verantwortung“
Der moderne Mensch neigt dazu, die eigene Verletzlichkeit und Angewiesenheit als Makel zu sehen, den man zu beheben hat. Dabei übersieht er, dass die Verletzlichkeit das ist, was alle Menschen miteinander teilen. Sie ist eine Ressource, die dem Menschen Entwicklung und Entfaltung ermöglicht, sofern man die Verletzlichkeit als Appell zur Behutsamkeit und Rücksichtnahme versteht. Es ist wichtig, eine neue Perspektive auf den Menschen zu richten. Wer den Menschen als von Grund auf unangewiesen und autark betrachtet, wird ihn in seiner vermeintlichen Autarkie alleine lassen. Wer aber den Menschen als grundsätzlich angewiesenes und verletzliches Wesen ansieht, wird sich darum kümmern, dass sich eine Sorgekultur entwickelt, die dafür da ist, das grundsätzlich verletzliche Wesen dort mit Unterstützung zu versehen, wo die Verletzlichkeit zur Bedrohung geworden ist – und das ist gerade in der Konfrontation mit Krankheit und Leid in besonderer Weise der Fall.
Geleitet wird das Symposium von dem Religionswissenschaftler und Leiter der Domicilium Akademie Prof. Dr. Michael von Brück.
Die Vilefalt der Hospizarbeit und die Entwicklung einer kultursensiblen Haltung stand im Mittelpunkt des interkulturellen Symposiums am 08. und 02. Februar 2025.
Ein wichtiger Aspekt in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen ist die Spiritualität. Unsere multikulturelle Gesellschaft mit vielen verschiedenen religiösen Hintergründen fordert von den Begleiterinnen und Begleitern Verständnis für die jeweilige Kultur und Religion.
In dem zweitägigen, interkulturellen Symposium zeigten Dozierende der verschiedenen Religionen (Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum), wie interkulturelle Vielfalt in der Palliativarbeit aussehen kann. Das Symposium fand im Rahmen der von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zertifizierten Palliativ-Spirituellen Fortbildung statt, dessen Besonderheit in der Kombination von Palliative Care und Spiritual Care liegt.
Das Symposium satnd unter der Leitung des Religionswissenschaftlers Prof. Dr Michael von Brück.
Der dreitägige Kongress „Wohin geht der Mensch?“ zum 20-jährigen Jubiläum der Domicilium Hospiz-Gemeinschaft fand vom 29. November bis zum 1. Dezember 2024 statt und stellte sich den Themen Leben und Sterben, Macht und Ohnmacht, Gier und Mitgefühl – und fragte danach, was wir wie kultivieren wollen.
Das Leiden in der Welt ist groß. Doch der Mensch formt sein Leben durch bewusste Gestaltung. Einige der Ursachen könn(t)en wir abstellen und vieles lässt sich verändern. Dies ist der Sinn der menschlichen Evolution, die noch längst nicht abgeschlossen ist. Doch viele Menschen stecken fest in ihrem Egozentrismus, der letztlich in einer tiefen Angst seine Wurzeln hat: der Angst vor dem Sterben. Renommierte Referentinnen und Referenten unternahmen auf diesem Kongress den Versuch, begründete Hoffnung zu schöpfen, indem sie sich den Fragen stellten: Warum sollten wir neu denken? Wie können wir eine Zukunft gestalten, die von der Achtung für die Würde nicht nur jedes Menschen, sondern aller Lebewesen geprägt ist?
Vortragsthemen auf dem Kongress waren:
Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler und Rektor der Domicilium Akademie
„Wohin geht der Mensch?“
Angst vor dem Sterben – am Ende unseres individuellen Lebens, mitten im Leben durch kollektiven Wahnsinn, der in Selbstzerstörung enden kann, sowohl militärisch wie auch ökologisch. Ist das „unfassbar“ oder gibt es Gründe, die wir verstehen können, um die Folgen zu bewältigen? Wie lässt sich die Angst vor dem Sterben überwinden? Kann das Bewusstsein unserer Endlichkeit dazu verhelfen, dass wir intensiver im Hier und Jetzt genießen lernen? Ist das eine Basis für gelasseneren Umgang miteinander, sodass die gesellschaftlichen Beziehungen davon profitieren? Der Mensch formt sein Leben durch bewusste Gestaltung, und doch scheint so oft der Zufall zu regieren. Wie gehen wir damit um? Haben Menschen die Freiheit, eine bessere Zukunft für uns und die kommenden Generationen zu schaffen? Was sind dafür die Voraussetzungen? Wie hängen also Sterbekultur, die Würde jedes einzelnen Menschen und politisches Handeln miteinander zusammen?
Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber, Medizinischer Direktor und Professor für Psychologie
„Der Saitenspieler – Anthropologie im 21. Jahrhundert“
Brunnhubers Vortrag beschrieb die neue Rolle des Menschen angesichts disruptiver Technologien sowie die Herausforderungen serieller ökologischer Krisen. Wir sind als Spezies nicht der Mittelpunkt des Universums, stehen nicht an der Spitze der Evolution, sondern werden zu Saitenspielern, die in der Lage sind, in Resonanz mit allem Lebenden zu treten.
Prof. Dr. med. Gian Domenico Borasio, Professor für Palliativmedizin
„Die politische Dimension der Palliative Care“
Die Palliative Care ist eine politische Disziplin. Das zeigt sich in ihrem Einsatz für die vom Gesundheitssystem Benachteiligten sowie in ihrem Bemühen, der profitorienterten Gesundheitsindustrie eine alternative Vision gegenüberzustellen, in welcher die Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien im Zentrum aller Bemühungen stehen. Das Konzept der Gesundheit als Menschenrecht – und nicht als Ware, die den Marktgesetzen unterworfen ist – stellt ein zentrales Fundament der Palliative Care dar. Damit positioniert sich die Palliative Care eindeutig im sogenannten „progressiven“ Teil des politischen Spektrums. Das hat auch Folgen für die Akzeptanz der Palliative Care in der Gesellschaft und im Gesundheitssystem.
Jutta Höcht-Stöhr, Theologin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Weiter-Denken“
„Die menschliche Empathie und ihre Feinde“
In seinem Buch „Die empathische Zivilisation“ beschreibt Jeremy Rifkin – vielleicht überraschenderweise – die menschliche Zivilisationsgeschichte als eine der wachsenden globalen Empathie. Neurowissenschaften und Psychologie bestätigen die menschliche Grundanlage zu Empathie und Kooperation. Dennoch gibt es starke Gegenspieler. Die entscheidende Triebkraft ist dabei die Angst des Menschen, die aus der eigenen Verletzlichkeit resultiert. Sie nährt Gefühle wie Zorn, Hass und Neid. Welche fördernden Umwelten stärken menschliche Empathiefähigkeit, und was ist der Beitrag, den wir selbst leisten können?
Jara Mortusewicz (per Videokonferenz aus den USA) und Louis Kaltenecker (vor Ort), Schülerin und Schüler eines Münchner Gymnasiums
„Meine Zukunft? Bedenken, Motivation und Sicht der Jugendlichen“
In ihrem Vortrag befassten sich die beiden Vortragenden mit den Sorgen und Ängsten, der Motivation und den Vorstellungen junger Menschen im Bezug auf die Zukunft. Viele Jugendliche fühlen sich heutzutage stark unter Druck gesetzt und verspüren Panik, insbesondere, wenn es um ihre Zukunft geht. Aber nicht nur persönliche Belange stehen hier im Vordergrund. Viele machen sich Gedanken über die zukünftige Gesellschaft. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass sich mit diesem Thema befasst wird und gemeinsam überlegt wird, wie wir unsere Gesellschaft für die Zukunft gestalten wollen.
Fragen am Lebensende, Wünsche und Ängste thematisierte das Benefiz-Symposium zugunsten der Domicilium Hopsiz-Gemeinschaft am 27. Januar 2024.
Jeder wünscht sich ein gutes Leben und ein friedvolles Sterben, aber oft ist beides mit Ängsten und Schmerzen verbunden. Wie kann uns die palliativ-medizinische Versorgung am Ende des Lebens dabei helfen? Können wir durch Geistestraining und spirituelle Praxis lernen, Ängste zu überwinden, im Leben wie im Sterben? Und wie können wir Menschen in den unterschiedlichsten Lebens- und Sterbenssituationen gegenübertreten und ihnen zur Seite stehen?
Das Symposium versuchte, Antworten zu finden und auf die Bedürfnisse von Menschen in der letzten Lebensphase einzugehen. Hochqualifizierte Referentinnen und Referenten stellten sich den Themen und gaben Anregungen für persönliches Wachstum wie auch die tägliche Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen.
Die Vorträge und Arbeitsgruppen behandelten dabei Themen wie:
- Lust und Last – Essen und Trinken am Lebensende
- Ich will und kann nicht mehr – Umgang mit Sterbewünschen
- Ethische Aspekte der gezielten Sedierung
- Hoffnung – der Horizont, der unserem Leben Sinn gibt
Die Dozierenden waren:
- Prof. Dr. med. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Lehrstuhl Palliativmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität
- Martina Kern, Examinierte Gesundheits- und Pflegefachkraft, Pionierin der Palliativarbeit in Deutschland, Ehrenmitglied der DGP
- Dr. phil. Alexander Kremling, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler, Zen- und Yoga-Lehrer, Rektor und spiritueller Leiter der Domicilium Akademie
Das Thema Krankheit, Sterben und Tod wurde innerhalb des interkulturellen Symposiums am 04. und 05. Februar 2023 aus der Perspektive der unterschiedlichen Religionen und Kulturen beleuchtet.
Vertereter der Religionen waren:
- Judentum: Dr. Stephan Probst
- Christentum: Pater Athanasius OT
- Islam: Nermina Idriz
- Buddhismus: Prof. Dr. Michael von Brück
- Hinduismus: Vivek Nath
- Chinesische Tradition: Xi Min-Na
Das Grußwort sprach der stellvertretende Landrat Jens Zangenfeind.
Das Symposium, das regelmäßig im Rahmen der von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zertifizierten Palliativ-Spirituellen Fortbildung im Domicilium stattfindet, stieß auf großes Interesse und gewinnt aufgrund der gesellschaftlichen Vielfalt zunehmend an Bedeutung.
Den über 60 Teilnehmern wurde deutlich, dass es in den verschiedenen Religionen und Traditionen viel Verbindendes und weniger Trennendes gibt: Alle sorgen sich um kranke Menschen, besuchen sie und glauben daran, dass der Tod nicht das Ende ist – wie es aber weitergeht, da unterscheiden sich die Vorstellungen.
Im Judentum und im Islam ist das Leben ein Gottesgeschenk und Gott allein bestimmt, wann ein Mensch stirbt. Lebenserhaltende Maßnahmen werden bejaht, Suizid und aktive Sterbehilfe ausgeschlossen. Von den Gläubigen wird eine enge Begleitung der Kranken gefordert, der Krankenbesuch ist eine Selbstverständlichkeit, geradezu eine Pflicht, die Angehörigen bekommen Beistand von den Geistlichen und der Gemeinschaft.
Im Christentum kann der Glaube an die Auferstehung und die Barmherzigkeit Gottes einen friedlichen Tod ermöglichen. Die Sakramente der Vergebung und Versöhnung (Beichte), der Krankensalbung und die Heilige Kommunion schenken den katholischen Kranken zusätzlich Trost und Hoffnung.
Die Buddhisten gehen nach dem Tod in Zwischenwelten (Bardos), auf die man sich im Leben schon vorbereiten kann. Das Sterben kann man einüben.
Kranke und sterbende Menschen werden im Hinduismus durch Rituale und gesungene Mantras begleitet. Sie sollen den Sterbenden vom Tod, aber nicht von der Unsterblichkeit befreien. Ein Ritual mit den vier Elementen ist für die große Überquerung des Todes gedacht.
Interessant war auch der Einblick in alte und moderne Traditionen der chinesischen Kultur. Wo sich früher im Konfuzianismus viel Zeit für Zeremonien genommen wurde, ist heute kaum Raum für Abschiednehmen und Trauern.
Das Symposium endete mit einer gemeinsamen Feier des Lebens und des Sterbens. Gebete und Gesänge aus den vertretenen Religionen und Kulturen schafften eine emotionale und verbindende Atmosphäre.
Der Tod ist für uns alle ein Mysterium. Gemeinsame Wünsche und Sehnsüchte nach Verbundenheit und einem Miteinander bestehen unabhängig von der jeweiligen Glaubensrichtung und helfen bei der Entwicklung einer kultursensiblen Haltung – auch in der Sterbebegleitung. Das zeigte die rundum gelungene Veranstaltung im Domicilium Weyarn.
Interreligiöse Perspektiven zum Umgang mit Leben und Sterben
Nach einer kurzen Einführung von Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück, erörterten Vertreter von Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus beim Interkulturellen Symposium am 4. Juni 2022 im Domicilium Weyarn, den Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod in ihrer Religion. Sie zeigten unterschiedliche Perspektiven und fanden den Dialog.
Der jüdische Palliativmediziner Dr. med. Stephan Probst vom Klinikum Bielefeld führte in die jüdische Kultur und Medizinethik ein. Daraufhin berichtete der aus Japan stammende buddhistische Mönch Fumon Nakagawa Rôshi vom japanischen Ahnenkult und von buddhistischen Ritualen der Verabschiedung Verstorbener. Über biblische Bilder der Schöpfung, der Erschaffung des Menschen und des ewigen Lebens sprach der Pastoraltheologe und langjährige katholische Klinikseelsorger Josef Klinger. Den interreligiösen Dialog ergänzte der Imam Belmin Mehic vom Münchner Forum für Islam, der über den Umgang mit Krankheit und Tod in der islamischen Tradition informierte.
Durch eine interreligiöse Feier am Abend, wurden die Weltreligionen in Rezitationen, Musik und Gesang sinnlich erfahrbar gemacht und eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Traditionen geschaffen.
Symposium am 10. Juli 2021 zum Thema „Achtsames Selbstmitgefühl“
- Begrüßung durch Prof. Dr. Michael von Brück
- Vortrag und Austausch mit Rebekka Hofmann über „Berührtes Menschsein – vom heilsamen Potenzial der körperlichen Berührung“
- Musikalische Einlage
- Vortrag und Austausch mit Ursula Stein über „Achtsames Selbstmitgefühl“
Rebekka Hofmann ist seit 35 Jahren „Berührungs-Fachfrau“.
Ausbildung: Hatha Yoga (CH), Esalen Massage (CH), Cranio-Sacrale Arbeit (CH), Tanz- und Bewegungstherapie nach Anna Halprin (USA), Tanzpädagogik nach M.Mahler (CH), Psychoenergetische Körperarbeit (F), Palliative Care (D).
Dozentin bei: Medizin und Menschlichkeit, Caring and Healing, Palliativ-Spirituelle Fortbildung im Domicilium, Pädagogische Bildungszentren
Ursula Stein ist Pädagogin M.A., Ehe-, Familien- und Lebensberaterin, MBSR-Lehrerin und Palliative Care-Fachkraft.
„Zwei wichtige Erkenntnisse kristallisieren sich für mich nach 30 Jahren der Beratung und Begleitung von Menschen durch herausfordernde Lebensphasen heraus:
1. Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst hat eine transformierende Wirkung auf die Art im Leben zu stehen und dem Leben zu begegnen. Sie hat das Potenzial zu beruhigen, zu befrieden und Lebenszufriedenheit zu steigern.
2. Das Lebensende ist eine der intensivsten, herausforderndsten Phasen persönlicher Entwicklung. Es beizeiten in den Blick zu nehmen und eine innere Haltung dazu zu entwickeln, wirkt tief ins Leben hinein. Es unterstützt dabei, sich bewusst auszurichten auf das, was einem wirklich wichtig ist.“ (Ursula Stein)
Interreligiöse Vielfalt in der Palliativ- und Hospizarbeit beleuchtete das Symposium am 02. und 03. Februar 2019.
Umgangsweise und Rituale anderer Kulturen und Religionen mit dem Mysterium Tod zu erfahren, kann ein neues, offenes und tolerantes Miteinander entstehen lassen. Einen Raum des Nicht-Wissens und der Offenheit zu betreten, ermöglicht eine Sensibilisierung für Vielfalt und kulturell unterschiedliche Bedürfnisse.
Beiträge aus verschiedenen Traditionen wie Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus tragen dazu bei, eine kultursensible Haltung für die palliativ-spirituelle Praxis zu entwickeln.
18. Benefiz-Symposium der Domicilium Akademie im Domicilium Weyarn am 13.07.2019
In Würde leben und sterben – Veränderung des Selbstbildes
Die Domicilium Akademie des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“ in Weyarn unter ihrem Rektor, Prof. Michael von Brück, veranstaltet am 13. Juli 2019 ein eintägiges Symposium von 9–17 Uhr unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Rzehak, Landrat des Landkreises Miesbach.
Themen aus dem Spektrum von Seelsorge und Spiritualität werden angesichts von Krankheit, Sterben und Tod mit der Hospizarbeit in Verbindung gebracht und mit den Teilnehmenden diskutiert. Diesen Fragen werden wir mit kompetenten Referentinnen und Referenten nachgehen.
Referentinnen und Referenten:
- Martina Kern, Leiterin der Fortbildungsakademie für Palliativmedizin sowie von ALPHA Rheinland, Mitautorin des Curriculums Palliative Care für Pflegende, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin bis 2012
- Rolf Verres, Prof. Dr. med., Diplom-Psychologe, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Musiker, Fotograf und Autor
- Stephan Lorenzl, Prof. Dr. med., Chefarzt der Abteilung Neurologie im Krankenhaus Agatharied. Aufbau einer speziellen neurologischen Palliativabteilung, Stiftungsprofessur Palliative Care, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, medizinische Leitung der Domicilium Akademie
Programmübersicht:
- Begrüßung durch Sebastian Snela und Susanne Ambros,
Vorstand Stiftung Domicilium e. V. - Musikeinlage
- Martina Kern: Vortrag „Körperbewusstsein und Sexualität im Wandel des Lebens und Sterbens“, anschließend Austausch
- Musikeinlage
- Prof. Dr. med. Rolf Verres: Vortrag „In Würde altern – Umgang mit dem veränderten Selbstbild im Alter“, anschließend Austausch
- Arbeitsgruppen zu den Vortragsthemen: Martina Kern, Prof. Dr. Rolf Verres, Elisabeth Krull, Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl
- Podiumsgespräch zum Thema: Martina Kern, Prof. Dr. Rolf Verres, Elisabeth Krull, Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl
Mit freundlicher Unterstützung von:
- Engel Apotheke – Ihre Apotheke in Holzkirchen
- Micheli Assekuranz Kontor e.K.
- Datev eG
Benefiz-Symposium der Domicilium Akademie im Domicilium Weyarn am 21.07.2018
Lebendige Trauer – Wege aus Sprachlosigkeit und Starre
Die Domicilium Akademie des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“ in Weyarn unter ihrem Rektor, Prof. Michael von Brück, veranstaltete am 21. Juli 2018 ein eintägiges Symposium von 9–17 Uhr unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Rzehak, Landrat des Landkreises Miesbach.
Themen aus dem Spektrum von Seelsorge und Spiritualität wurden angesichts von Krankheit, Sterben und Tod mit der Hospizarbeit in Verbindung gebracht und mit den Teilnehmenden diskutiert.
Ethik und Würde am Lebensende
Ethisches Denken und Handeln dienen als Basis für eine würdevolle und achtsame Begleitung am Lebensende für Betroffene, Angehörige und Palliativ-Begleitende.
In den Vormittagsvorträgen wurden Grundlagen und Umsetzungsformen ethischen Denkens vorgestellt. Nach der Mittagspause fanden sich die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen zum Thema zusammen, deren Ergebnisse in der nachfolgenden Podiumsdiskussion gesammelt und erörtert wurden.
Bei ethischen Themen geht es auch um Reflexion: die der eigenen moralischen Grundhaltung, die der Rolle als Palliativ-Begleitender, Reflexion der Palliativmedizin an sich und als nachhaltige Basis die Reflexion der eigenen Einstellung zu Sterben und Tod. Weiterhin stand mit der ethischen und rechtlichen Differenzierung von Sterbehilfe (aktiv, passiv, indirekt, etc.) ein aktuelles Thema im Diskurs.
Interreligiöse Vielfalt in der Palliativ- und Hospizarbeit
Entwicklung einer kultursensiblen Haltung in der Palliativ-Spirituellen Begleitung
Die Umgangsweise anderer Kulturen mit dem Mysterium Tod und deren Rituale zu erfahren, kann eine neue, offene und tolerante Kultur des Miteinanders entstehen lassen. Einen Raum des Nicht-Wissens, der Offenheit zu betreten, ermöglicht eine Sensibilisierung für Vielfalt und kulturell unterschiedliche Bedürfnisse.
Es erwartete uns am Samstagvormittag ein vielfältiger interreligiöser Dialog, beginnend mit dem Rektor der Akademie, dem Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück und Pater Stefan Havlik aus der katholischen Gemeinde Weyarn. Pfarrerin Dr. Juliane Fischer ergänzte die christliche Tradition aus evangelischer Sicht. Nachmittags erfuhren wir von der Religionspädagogin Gönül Yerli, wie der Islam mit dem Thema Leben und Sterben umgeht. Danach stellten Dr. Thomas Barth und Madeleine Geiger buddhistische und Prof. Dr. Michael von Brück hinduistische Sichtweisen zu „Alter, Krankheit und Sterben“ vor.
Sonntagvormittag sprach Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl über die Bedeutung von Religiosität im Klinikalltag und Ingo Taleb-Rashid führte in den Sufismus ein. Danach gab der Rabbiner Steven Langnas einen Einblick in den Umgang mit Krankheit, Leben und Sterben in der jüdischen Weltanschauung.
Am Sonntagnachmittag entdeckten wir unter der Moderation von Prof. Dr. Michael von Brück im Podiumsgespräch mit Pater Stefan Havlik, Gönül Yerli, Rabbiner Steven Langnas, Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl und Dr. Thomas Barth die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten im Umgang mit Leben und Sterben.
Die anschließende gemeinsame „Interreligiöse Feier des Lebens und Sterbens“ wurde zusätzlich durch die evangelische Pfarrerin Dr. Juliane Fischer und den irakischen Sufi-Sheikh Ingo Taleb-Rashid ergänzt und bot einen würdigen Rahmen, um Rituale das Lebens und Sterbens aus einer interkulturellen Perspektive zu erfahren.
Benefiz-Symposium der Domicilium Akademie im Domicilium Weyarn am 16.07.2016
Ist der Tod schrecklich?
Die Domicilium Akademie des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“ in Weyarn unter seinem Rektor, Prof. Michael von Brück, veranstaltete am 16. Juli 2016 ein eintägiges Symposium von 9–17 Uhr unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Rzehak, Landrat des Landkreises Miesbach.
Themen aus dem Spektrum von Seelsorge und Spiritualität wurden angesichts von Krankheit, Sterben und Tod mit der Hospizarbeit in Verbindung gebracht und mit den Teilnehmenden diskutiert. Diesen Fragen gingen wir mit folgenden Referentinnen und Referenten nach:
- Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler, ev. Theologe, Buchautor, Meditationslehrer: „Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens. Wie kultivieren wir Lebensfreude angesichts des Todes?“
- Prof. Dr. med. Rolf Verres, Diplom-Psychologe, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Musiker, Fotograf und Autor: „Selbstfürsorge und Lebensqualität von Sterbebegleitern“
- Dr. Elfriede Munk, Dipl. Theol. univ., Pastoralreferentin in der Krankenhausseelsorge, Klinische Seelsorgeausbildung (KSA): „Ist der Tod schrecklich? Erfahrungsberichte einer Palliativseelsorgerin.“
Mit freundlicher Unterstützung von:
- Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee
- Micheli Assekuranz Kontor e.K.
- Engel Apotheke – Ihre Apotheke in Holzkirchen
- Datev eG
„Hätten wir das früher gewusst …“ – die unbekannte Welt der Demenz
Dieses Symposium am 24.04.2015 sollte dazu dienen, Tabus zu brechen, Bewusstsein für das Anderssein von Demenz Betroffener zu fördern, Sympathie und Neugier für die verschlossene Welt der Demenz zu wecken und einen neuen Umgang mit Betroffenen zu entwickeln. Gleichermaßen sollte dieser Tag den 140 Teilnehmenden zu Selbsthilfegruppen, Stammtischen usw. ermutigen. Auch die Jugend wurde mit einbezogen, um so das Verständnis für das wachsende soziale Problem der Demenz bei jungen Menschen zu fördern.
Programm:
- Begrüßung durch Bogdan und Sebastian Snela
- Grußworte des Schirmherrn, Landrat Wolfgang Rzehak
- Lesung aus dem Buch von Arno Geiger „Der alte König in seinem Exil“, gelesen von Theresia Benda
- Vortrag „Grundlagen der Demenz – Verlauf – neue Therapieansätze“, Frau Mia Schunk, Vorsitzende Bayrische Alzheimergesellschaft
Kurzvorträge:
- „Demenz aus der Sicht eines Hausarztes“, Stefan Heberger, Allgemeinmediziner und Hausarzt
- „Demenz als Anstoß: Kann Politik vom Anderssein lernen?“, Michael Pelzer, Politiker und Jurist
- „… und wenn es die eigene Mutter ist“, Betty Mehrer, Seniorenbeauftragte Gemeinde Weyarn, evangelische Kirchenvorsteherin und Kreisrätin
- „Begleitung Demenzkranker Menschen im Alltag“, Ulrich Brenner, Vorsitzender Orient Express e.V.
- „Geschäftsfähigkeit, Betreuung, Vorsorgevollmacht“, Dr. Hans Schmidt-Sibeth, Jurist
- „Das Pflegestärkungsgesetz. Was bringt es für Menschen mit Demenz?“, Johannes Bischof, Landesfachreferent für Altenhilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
Arbeitsgruppen:
- „Umgang mit Demenz“, Frau Mia Schunk
- „Was sollten Angehörige aus medizinischer Sicht über Demenz wissen?“, Stephan Heberger
- „Was kann die Politik heute für eine humane Gesellschaft von morgen tun?“, Michael Pelzer
- „Betreuung – juristische Schritte und Begleitung“, Dr. Hans Schmidt-Sibeth
- „Begleitung ja – aber wie? Anregungen zum Miteinander“, Ulrich Brenner
- „Es ist normal, verschieden zu sein. Welchen Beitrag können Pflegeprofis zum Verständnis von Demenz in der Gesellschaft leisten“, Johannes Bischof
- „Umgang mit Demenz in der eigenen Familie“, Betty Mehrer
Anschließend an die Arbeitsgruppen wurden die Ergebnisse unter der Moderation von Mia Schunk in einer Podiumsdiskussion reflektiert.
Die Veranstaltung wurde begleitet durch den Musiktherapeuten Rafael Alcántara, der kurz zur Wirkung der Musik auf Menschen mit Demenz referierte und einen musikalischen Rahmen durch Spielen und Einspielen von alten deutschen Volksliedern und deren gemeinsames Singen schaffte.
Weiterhin gab es eine kleine Ausstellung mit Bildern von Menschen mit Demenz, die im Domicilium leben und lebten.
Teilnehmerkreis:
- Mitarbeiter der Sozialdienste, Pflegedienste, Nachbarschaftshilfen, Helferkreise, Hospizvereine, der Caritas und der Diakonie
- Politiker und Seniorenbeauftragte aus dem Landkreis
- Betroffene Familienmitglieder und Jugendliche
- Ehrenamtlich Engagierte, kirchliche Mitarbeiter
- Mitarbeiter der Altenheime aus dem Landkreis und des Krankenhauses
Benefiz-Symposium der Domicilium Akademie im Domicilium Weyarn am 28.06.2014
Das Leben hören
Die Domicilium Akademie des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“ in Weyarn unter seinem Rektor, Prof. Michael von Brück, veranstaltet am 28. Juni 2014 ein eintägiges Symposium von 9–17 Uhr unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister a.D., Michael Pelzer.
Themen aus dem Spektrum von Seelsorge und Spiritualität werden angesichts von Krankheit, Sterben und Tod mit der Hospizarbeit in Verbindung gebracht und mit den Teilnehmenden diskutiert. Diesen Fragen werden wir mit folgenden Referentinnen und Referenten nachgehen:
- „Das Leben hören – Kommunikation in Krisenzeiten“, Prof. Dr. Claus Eurich, Kommunikationswissenschaftler, Autor, Kontemplationslehrer
Der Mensch ist Kommunikation. Das klingt banal, ist aber eine tiefe existentielle Einsicht. Sie steht in jeder Krisensituation unseres Lebens neu auf dem Prüfstand. Der Vortrag gibt Anregungen und Hilfestellungen für eine entsprechende achtsame und empathische Krisenkommunikation. - „Trauern als Teil eines sinnerfüllten Lebens“, Freya von Stülpnagel, Mutter von vier Kindern, Mitglied des Vorstandes des Vereins Verwaiste Eltern München e.V., Trauerbegleiterin, Autorin
Unser Leben bewegt sich in Polaritäten. Morgen und Abend, Hell und Dunkel, Höhe und Tiefe, Abschied und Neubeginn, Liebe und Trauer. Diese Polaritäten auszuhalten und in das eigene Leben zu integrieren, ist eine schwere und schmerzliche Aufgabe. Aber eine Aufgabe, die, wenn sie angenommen und gemacht wird, zu einer inneren Reifung und zu unserer ganzheitlichen Menschwerdung beitragen kann. - Musik: Die Jazzmusiker Rafael Alcántara und Harald Rüschenbaum sowie die Sängerin Danielle Gaubatz präsentieren traditionelle Mantras und Naturlieder aus Indien, die von Rafael Alcántara mit Einflüssen aus Jazz und Worldmusic neu vertont wurden.
Benefiz-Symposium der Domicilium Akademie im Domicilium Weyarn am 13.7.2013
Spirituelle Werte in der Hospizarbeit
Die Domicilium Akademie des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“ in Weyarn unter seinem Rektor, Prof. Michael von Brück, veranstaltete am 13.7.2013 ein eintägiges Symposium von 9–17 Uhr unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister, Michael Pelzer. Themen aus dem Spektrum von Seelsorge und Spiritualität wurden angesichts von Krankheit, Sterben und Tod mit der Hospizarbeit in Verbindung gebracht und mit den Teilnehmenden diskutiert. Diesen Fragen sind wir mit folgenden Referentinnen und Referenten nachgegangen:
- „Spiritualität am Ende des Lebens“, Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler, ev. Theologe an der LMU München, Autor, Zenlehrer
Hospizarbeit verlangt den Umgang vor allem mit zwei Themen: Hingabe und Tod. Was motiviert zur Hingabe eigener Energie, Ressourcen und Zeit für andere Menschen? Wie kann das Erleben des Sterbens von anderen Menschen den Umgang mit dem eigenen Tod so prägen, dass die Aufmerksamkeit auf das Thema zur Einübung in eine eigene Lebenspraxis wird? Es geht um die spirituelle Dimension der Ethik, um die Begründung sozialen Engagements aus der Erfahrung mit dem eigenen Bewusstsein. - „Achtsamkeit in schweren Zeiten“, Katharina Rizzi, medizinisch-pflegerische Palliativfachkraft, Leitung Hospizdienst DaSein in München, Praxis der Achtsamkeit seit über 25 Jahren
Als Weg innerer Sammlung und Vertiefung spielt die Achtsamkeitspraxis eine zentrale Rolle in vielen spirituellen Weisheitstraditionen. Sie findet heute zunehmend Resonanz im täglichen Leben. Sich selbst und anderen mit Achtsamkeit zu begegnen, öffnet einen Raum für eine umfassende Zuwendung die heilsam und versöhnlich wirkt – hilfreich gerade in schweren Lebensphasen. - Dr. Guido Pfeiffer, Ärztlicher Leiter Kreisklinik Bad Aibling, Facharzt für Anästhesie, Schmerztherapie und Pallitiativmedizin. Leitung des palliativmedizinischen Dienstes an der Kreisklinik Bad Aibling.
- „Spiritualität in der somatischen Medizin-Geht das überhaupt?“, Brigitte Wagner, MTA, Krankenhauseelsorge, Ausbildung in basaler Stimulation, freiberufliche Tätigkeit im palliativmedizinischen Dienst der Kreisklinik Bad Aibling
Der Begriff Spiritualität kommt ursprünglich aus der christlichen Religion und wird mittlerweile von verschiedensten Weltanschauungen in Anspruch genommen. Neben dieser Diversifizierung des Begriffs gibt es aber vor allem in der Arbeit mit Palliativpatienten die individuelle Deutung der Menschen. Wo stehe ich da als Therapeut und wo steht der Patient? Was können wir Patienten und Angehörigen an spirituellen Ritualen in der Klinik anbieten? - Eingerahmt wurde der Tag durch musikalische Einlagen der Harfinistin Beatrixe Thaler.
In der Ohnmacht Hoffnung finden
Unter der bewährten Schirmherrschaft von Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn, luden die Domicilium Akademie und der Verein Stiftung Domicilium am 16. Juni 2012 herzlich zum Benefiz-Symposium „In der Ohnmacht Hoffnung finden“ zugunsten der Domicilum Hospiz-Gemeinschaft ein.
Als Referentinnen und Referenten waren Prof. Dr. Claus Eurich und Monika Müller, die Schauspielerin Anita Keller und die Harfinistin Uschi Laar anwesend.
Das Benefiz-Symposium wurde unterstützt durch:
Engel Apotheke, Micheli Assekuranz, RV Dataservices, Trauerhilfe Denk Holzkirchen, Eiscafé Franzetti, Hermann Fischer Betriebs GmbH, Metzgerei Stielner, Raiffeisenbank Weyarn, Schalungsbau Obermaier
Warum Leiden & 25. Jubiläum Domicilium Weyarn
Fast 100 Teilnehmende besuchten am 2.7.2011 in Weyarn das Benefiz-Symposium zugunsten der Hospiz-Gemeinschaft des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“. Mit nachdenklichen Worten eröffnete Schirmherr Michael Pelzer, Bürgermeister der Gemeinde Weyarn, die Veranstaltung und würdigte „die engagierte und wetrvolle Arbeit des Vereins, die er nun seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet“. Der Geschäftsführer des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes, Dr. Erich Rösch, betonte in seiner Grußrede die Vielfalt des Engagements in der Hospizarbeit und gratulierte dem Domicilium zu seinem 25-jährigen Wirken.
Zum Thema „Warum Leiden“ gab der Aiblinger Arzt Guido Pfeiffer einen medizinhistorischen Überblick mit unterschiedlichen Überlegungen zu Leid, Schmerz sowie Körper – Leib – Seele. Mit Rückgriff auf seine konkreten Erfahrungen in der Klinik stellte er immer wieder den Praxisbezug her und machte deutlich: „Die Medizin bemüht sich heute, den individuellen Erfahrungen eines Jeden am Ende des Lebens gerecht zu werden; die Ärzte machen es sich in diesen Grenzbereichen nicht leicht“.
Mit dem Verweis auf die grundlegende Endlichkeit und Zerbrechlichkeit unseres Lebens begann der Münchner Religionswissenschaftler Michael von Brück seinen Symposiumsbeitrag. Immer mehr Menschen bemühen sich, damit in einer spirituellen Haltung und daraus folgender Bewusstseinsveränderung umzugehen. „Das ist eine Entwicklung weg von der Vereinzelung hin zu einem Netz von Verbundenheit über das ständige Bemühen um Einfühlung in den Anderen“, führte von Brück aus.
Die Meditationslehrerin Bärbel Kohring aus München beleuchtete Leiden und Schmerz als zentrale Aussagen im Buddhismus. Entsprechend dem Spruch: „Was Du säest, das erntest Du!“ wies sie auf einen Weg der Heilung hin, der sich durch die stete Übung von Mitgefühl und Weisheit in Verbindung mit Meditation konkretisiert.
Einen weiteren Höhepunkt stellte der von einer Fotoausstellung umrahmte Rückblick von Dr. Bogdan Snela zum 25-jährigen Bestehen des Vereins „Stiftung Domicilium“ dar, in dem er resümierte: „Das Engagement hat sich gelohnt; die Arbeit des Vereins ist heute in Fachkreisen anerkannt.“ Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit einer Führung durch das Hospiz und waren, wie die Leiterin, Helena Snela berichtete, „sehr berührt über diesen besonderen Ort, an dem Menschen ihre letzte Lebensphase in familienähnlicher Atmosphäre verbringen können“.
Der von Sebastian Snela in der Hospiz-Gemeinschaft Domicilium gedrehte Dokumentarfilm „Glücklich Traurig“ rundete die Veranstaltung ab und gab einen sensiblen Einblick in die Arbeit mit kranken und sterbenden Menschen. Eine Besucherin bedankte sich bei den Anwesenden für die bereichernden Eindrücke dieses Tages und fragte in die Runde hinein: „Welches Thema behandeln wir im nächsten Jahr?“
Achtsamkeit
Bei dem Symposium des Domicilium, Verein zur Förderung der Hospizarbeit, befassten sich rund 70 Teilnehmende mit dem Thema Achtsamkeit. Diese wurden vom Weyarner Bürgermeister Michael Pelzer, dem Schirmherr der Veranstaltung, begrüsst.
Am 2. Juli 2010 begann das Symposium mit dem Vortrag des Dortmunder Journalistik-Professors Dr. Claus Eurich, der über „Achtsamkeit und Ethik der gewaltfreien Kommunikation“ referierte.
Der Pflegekritiker Claus Fussek, engagiert in der Behebung des Pflegenotstands, machte sich für eine menschenwürdig Pflege stark. Der Sozialpädagoge und Träger des Bundesverdienstkreuzes behandelt diese auch in seinem Buch „Alt und abgeschoben. Der Pflegenotstand und die Würde des Menschen“.
In verschiedenen Arbeitskreisen wurden diese Themen mit den einzelnen Referenten vertieft und in der anschließenden Podiumsdiskussion dem Plenum vorgestellt.
REQUIEM – Kulturerbe und Auftrag
Unter der bewährten Schirmherrschaft von Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn, bearbeiteten die Teilnehmenden des Symposiums das Thema Kulturerbe und Auftrag.
Am 5. Juli 2009 fand die jährliche Benefiz-Veranstaltung der Domicilium Hospiz-Gemeinschaft statt. Als Referent sprach Prof. Dr. Michael von Brück, Professor für Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Zen- und Meditationslehrer und Rektor der Domicilium Akademie.
Vorträge und Übungen zum „Umgang mit dem Sterben“ standen im Mittelpunkt des Symposiums. Michael von Brück hat zahlreiche Bücher über den Buddhismus und dessen Verhältnis zum Christentum verfasst und gehört zu den Gesprächspartnern des Dalai Lama. Er bietet regelmäßig Seminare im Weyarner Meditationshaus an.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen tanzten Michael von Brück und die Besucherinnen und Besucher des Symposiums bei strahlendem Sonnenschein zwei Stunden zu Mozarts Requiem, der letzten und unvollendenden Komposition des Komponisten.
Wunden heilen
Unter der Schirmherrschaft von Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn, bearbeiteten die Teilnehmenden das Thema Wunden heilen.
Bernadette Fittkau-Tönnesmann, Leiterin der Christophorus Akademie für Palliativmedizin und Fachärztin für Anästhäsie, eröffnete das diesjährige Symposium mit ihrem Vortrag zu Palliative Care mit dessen Grenzen und Möglichkeiten.
Im Anschluss daran sprach Dr. Bogdan Snela über den Bereich der Heilung von seelischen Wunden und Palliative/Spiritual Care.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen referierte Prof. Dr. med. Klaus Jork, Direktor i.R. des Instituts für Allgemeinmedizin and der Universität Frankfurt, über die notwendige Achtsamkeit um Wunden zu heilen.
Arbeitskreise:
- Bernadette Fittkau-Tönnesmann: Praxis von Palliative Care
- Prof. Klaus Jork: Übung der Achtsamkeit
- Helena und Bogdan Snela: Praxis von Palliative/Spiritual Care
In einem Podiumsgespräch mit Klaus Jork, Bernadette Fittkau-Tönnesmann, Michael von Block, Helena und Bogdan Snela und Michael Pelzer wurden die bearbeiteten Themen aus den nachmittäglichen Arbeitsgruppen diskutiert.
Heilung erleben
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Vortragende:
- Michael Pelzer: „Heil sein in der Gesellschaft oder: Politik als Heilsbringer?“
- Dr. Jirina Prekop, Psychologin, Begründerin der Festhaltetherapie: „Festhalten und Loslassen als Weg zum Heilwerden“
- Prof. Michael von Brück, Dr. theol., Professor für Religionswissenschaft an der Universität München, Zen- und Yogalehrer: „Spirituelle Wege zum ganzheitlichen Heilwerden“
Arbeitsgruppen:
- Bürgermeister Michael Pelzer: „Heilprozeß in der (Dorf-)Gemeinde-Erneuerung“
- Dr. Jirina Prekop: „Heilwirkung der Festhaltetherapie“
- Dr. Bogdan und Helena Snela: „Beitrag der Zen-Meditation zum Heilwerden“
Die Themen der Arbeitskreise wurden anschließend auf dem Podium in einem Gespräch zusammengefasst und diskutiert.
Mystik des Lebens – Mystik des Sterbens
Das Symposium am 8. Juli 2006 stand ganz im Zeichen der Feier des 20-jährigen Bestehens des Hauses und Vereins Domicilium. Nach dem Motto „Tag der offenen Tür“ besuchten rund 100 Besucherinnen und Besucher das Symposium und die Sonderausstellung zur 20-Jahr-Feier.
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Das Symposium wurde von einem Konzert von Katharina und Andreas Wittmann eröffnet (Flöte und Gitarre).
Vortragende:
- Michael Pelzer: „Über das Domicilium in der Gemeinde Weyarn“
- Prof. Claus Eurich, Prof. für Journalistik und Kommunikationswissenschaft: „Mystik der Ohnmachtserfahrung“
- Dipl. Psycholgin Helena Snela und Dr. Bogdan Snela: „20 Jahre Mystik und soziales Engagement im Domicilium“
- Willigis Jäger, OSB, Zenmeister, Kontemplationslehrer: „Mystik des Lebens – Mystik des Sterbens mit Aussprache und Anleitung zur Praxis“
Arbeitskreise:
- Prof. Claus Eurich: „Kontemplation als Weg zur Verarbeitung der Ohnmachtserfahrung“
- Dr. Bogdan und Helena Snela: „Zweiklang von mystischer Erfahrung und sozialem Engagement“
Im Podiumsgespräch sprachen Claus Eurich, Michael Pelzer, Hans Schmidt-Sibeth sowie Helena und Bogdan Snela über die Arbeitskreise.
Im Anschluß an das Symposium wurde die 20-Jahr-Feier des Domicilium gefeiert.
Angst – Spiritueller Umgang mit Verlusterfahrung
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Vortragende:
- Dr. Michael von Block, Psychologe und Psychotherapeut: „Psychotherapie der Angst“
- Prof. Edith Zundel, Universität Bonn, Transpersonale Psychologie: „Psychologischer Umgang mit Verlusterfahrung“
- Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler und Zen-Lehrer: „Spiritueller Umgang mit Verlusterfahrung – Antwort auf Religionen?“
Arbeitskreise:
- Prof. Edith Zundel: „Praktisches zum Umgang mit Verlusterfahrung“
- Dr. Michael von Block: „Workshop zur Psychotherapie der Angst“
- Helena und Dr. Bogdan Snela: ¡Mit der Angst leben“
In einer anschließenden Podiumsdiskussion wurden die Themen der Arbeitskreise noch einmal aufgegriffen und diskutiert.
Mitgefühl – Spirituelle Quelle der Lebensqualität
Das Symposium am 22. Mai 2004 stand ganz im Zeichen der feierlichen Einweihung des neu erbauten Gebäudes der Domicilium Hospiz-Gemeinschaft. Sämtliche Erlöse dieses Symposiums dienten der Hospiz-Gemeinschaft zur Verwirklichung der Verbindung medizinischen Handelns und menschlich-spiritueller Dimension. Ab Juni 2004 wurden in das neue Gebäude Menschen und deren Angehörige bereits in der frühen Phase des ersten Schocks einer lebensbedrohlichen Diagnose aufgenommen und in den verschiedenen Phasen ihrer Krankheit begleitet.
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Vortragende:
- Prof. Dr. Claus Eurich, Prof. für Journalistik u. Kommunikationswissenschaft: „Empathie und Ohnmachtserfahrung“
- Pater Willigis Jäger, Zenmeister und Meditationslehrer: „Mitgefühl als Frucht des mystischen Weges“
- Dr. Ursula Reincke, Psychotherapeutin, Verein Lebens-Schule für Krebskranke und Helfer e.V.: „Mitgefühl als Quelle der Lebensqualität“
Arbeitsgruppen:
- Dr. Ursula Reincke: „Buddhistische Wurzeln des Mitgefühls“
- Prof. Dr. Claus Eurich: „Friedfertigkeit im Alltag“
- Helena und Dr. Bogdan Snela: „Lebensqualität in der palliativ-spirituellen Hospiz-Gemeinschaft“
Alle Inhalte der Arbeitsgruppen wurden in einem Gespräch auf das Podium gebracht.
Gudrun Alt gab mit ihrem Konzert den musikalischen Rahmen für das Symposium.
Lebenskrisen als spirituelle Erfahrung
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Vortragende:
- Pater Willigis Jäger, Zenmeister und Meditationslehrer: „Krankheit – Tod – Weiterleben“
- Dorothea Galuska, leitende Therapeutin in der Fachklinik Heiligenfeld/Bad Kissingen: „Lebenskrisen – Psychotherapie und Spiritualität“
- Privatdozent Dr. Gian Domenico Borasio, Interdisziplinäre palliativmedizinische Einrichtung im Klinikum Großhadern: „Umgang mit verwirrten Patienten“
Arbeitsgruppen:
- Dorothea Galuska: „Psychotherapie und Spiritualität – ein Wandlungsruf an Betroffene und ihre Begleiter“
- Dr. Gian Domenico Borasio: „Praktisches zum Umgang mit verwirrten Patienten“
- Dr. Bogdan und Helena Snela: „Krankheit und Sterben – Praxis der Palliativ-Spirituellen Betreuung“
Gemeinsam sprachen die Vortragenden in einem Podiumgespräch über die Arbeitsgruppen.
Musikalisch führten Nicole Metzger (Gesang) und Uwe Wesley Gehring (Gitarre) durch das Programm.
Wenn Geist und Körper schmerzen
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Vortragende:
- Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler und Zen-Lehrer: „Schmerz-Erfahrung und Schmerz-Rituale in den Religionen“
- Dr. Claudia Bausewein, Pallitivärztin, Großhadern: „Palliativmedizin – ihre Chancen und ihre Grenzen“
- Dr. Werner Huth, Arzt für Nervenkrankheiten: „Schmerz – Angst – Schwäche“ (Impuls zu Arbeitsgruppen)
Arbeitskreise:
- Dr. Claudia Bausewein: „Palliativmedizinische Schmerztherapie und Krankenbetreuung“
- Almuth und Werner Huth: „Psychotherapie und Schmerz“
- Dipl.-Psychologin Helena Snela und Dr. Bogdan Snela: „Spirituelle Schmerzerfahrung und Schmerzbegleitung“
In einer Podiumsdiskussion wurden die Inhalte aus den Arbeitsgruppen aufgegriffen und diskutiert.
Das Symposium wurde mit einem Konzert von Susann Schell und Jutta Wurm (Gesang und Gitarre) abgerundet.
Spiritualität im Schnittpunkt von Leben und Sterben
Im Juni 2001 fand das erste Symposium im Domicilium in Weyarn statt. Trotz Dauerregen fanden sich rund 180 Gäste ein, um sich gemeinsam mit dem Thema Spiritualität im Schnittpunkt von Leben und Sterben zu beschäftigen. Ein Team von 30 Helferinnen und Helfern unterstützte diesen Auftakt und machte das erste Symposium zu einem unvergesslichen Highlight.
Schirmherrschaft: Michael Pelzer, Bürgermeister von Weyarn
Vortragende:
- Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler und Zen-Lehrer: „Die Kunst des Sterbens in den Religionen“
- Prof. Dr. med. Wolfgang Schreml, Universiät Ulm, Chefarzt Innere Abteilung Kkh. Günzburg: „Die Stellung der Spiritualität in der Medizin“
Arbeitskreise:
- Prof. Dr. Michael v. Brück: „Meditation als Weg zur Kunst des Sterbens“
- Dr. med. Almuth Huth und Dr. med. Werner Huth: „Meditation – Überwindung der Angst vor dem Sterben“
- Prof. Wolfgang Schreml und Dr. Bogdan Snela: „Meditation/Gebet – Hilfe bei Krankheit/Sterben?“
- Dr. phil. Susanne Schaup und Dr. phil. Karl G. Rey: „Leben mit der Diagnose Krebs – ein Erfahrungsaustausch“
Abschließend disktutierten die Referentinnen und Referenten die Ergebnisse der Arbeitskreise in einer Podiumsdiskussion.
Abgerundet wurde das Symposium mit einem Konzert von Nicole Metzger (Gesang) und Wolf Mayr (Klavier).